PDRN oder Polynukleotide – was ist eigentlich der Unterschied?

PDRN oder Polynukleotide – was ist eigentlich der Unterschied?

PDRN oder Polynukleotide – was ist eigentlich der Unterschied?

Polynukleotide gehören inzwischen zu den meistdiskutierten Begriffen der regenerativen Ästhetik. Gleichzeitig taucht immer häufiger die Abkürzung PDRN auf.

Auf Social Media werden beide Begriffe teilweise gleich verwendet. Doch PDRN und Polynukleotide sind eng miteinander verwandt, aber nicht identisch.

Und noch etwas sorgt für Verwirrung: Polynukleotide werden häufig automatisch mit injizierbaren Skinboostern gleichgesetzt. Tatsächlich beschreibt der Begriff zunächst eine Stoffklasse – nicht eine bestimmte Behandlungsmethode.

Schauen wir uns deshalb genauer an, was dahintersteckt.

Was sind Polynukleotide?

Polynukleotide – kurz PN – bestehen aus langen Ketten von Nukleotiden. Nukleotide wiederum sind die Bausteine von DNA und RNA.

In der ästhetischen Medizin werden aufbereitete Polynukleotide vor allem aufgrund ihres möglichen Einflusses auf Hautqualität und regenerative Prozesse untersucht.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich unter anderem mit Hautelastizität, Hydratation, Falten und Hautstruktur. Gleichzeitig ist die vorhandene Studienlage noch vergleichsweise heterogen und umfasst häufig kleinere Untersuchungen.

Das ist wichtig: Polynukleotide sind ein spannendes Forschungsgebiet – aber Aussagen über ihre Wirkung sollten nicht größer gemacht werden als die vorhandene Evidenz.

Was ist PDRN?

PDRN steht für Polydeoxyribonucleotide.

Auch hierbei handelt es sich um DNA-Fragmente. Im Vergleich zu den allgemein als PN bezeichneten Polynukleotiden besteht PDRN jedoch typischerweise aus kürzeren DNA-Fragmenten mit geringerem Molekulargewicht.

Vereinfacht gesagt:

Polynukleotide = längere DNA-Ketten
PDRN = kleinere DNA-Fragmente

Beides gehört also zur gleichen biologischen Familie – ist aber nicht exakt dasselbe.

PDRN und Polynukleotide: der entscheidende Unterschied

Der Unterschied liegt nicht nur in der Größe.

Bei PDRN wird in der Forschung unter anderem der Adenosin-A2A-Rezeptor als möglicher biologischer Wirkmechanismus diskutiert. Daneben werden sogenannte Salvage Pathways beschrieben, bei denen Nukleotidbestandteile für zelluläre Prozesse wiederverwendet werden können.

Bei längeren Polynukleotiden werden dagegen zusätzlich physikalische Eigenschaften der Molekülketten diskutiert – beispielsweise ihre Fähigkeit, Wasser zu binden und die extrazelluläre Umgebung zu beeinflussen.

Die Begriffe einfach gegeneinander auszutauschen, wird der Sache daher nicht ganz gerecht.

Warum sind beide in der regenerativen Ästhetik so interessant?

Die ästhetische Medizin verändert sich.

Während früher häufig Volumen und unmittelbare sichtbare Veränderung im Vordergrund standen, richtet sich der Blick heute zunehmend auf Hautqualität und regenerative Prozesse.

Genau hier sind PN und PDRN interessant.

Untersucht werden sie unter anderem im Zusammenhang mit Hautstruktur, Elastizität, Hydratation, Faltenerscheinung sowie Gewebereparatur und Regeneration.

Aktuelle wissenschaftliche Auswertungen zeigen interessante Ergebnisse in verschiedenen untersuchten Hautparametern. Gleichzeitig bestehen weiterhin Einschränkungen durch kleine Fallzahlen, unterschiedliche Behandlungsprotokolle und eine bislang fehlende Standardisierung.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man regenerative Ästhetik einordnen sollte:

vielversprechend – aber wissenschaftlich differenziert.

Was sagt die Forschung zu PDRN und Polynukleotiden?

Die Studienlage wächst deutlich.

Aktuelle Übersichtsarbeiten zeigen, dass Polynukleotide und PDRN Potenzial für verschiedene ästhetische und regenerative Anwendungen haben können. Gleichzeitig weisen Wissenschaftler darauf hin, dass größere, standardisierte und länger laufende Untersuchungen notwendig sind, um die Effekte noch genauer einordnen zu können.

Auch PDRN wird zunehmend im Zusammenhang mit Regeneration nach ästhetischen Verfahren untersucht. Dabei stehen unter anderem Prozesse wie Re-Epithelisierung und die Hautreaktion nach Behandlungen im Fokus.

Wir würden deshalb nicht behaupten:

„PDRN verjüngt nachweislich jede Haut.“

Seriöser ist:

PDRN und Polynukleotide werden intensiv auf ihr regeneratives Potenzial untersucht, und die bisherigen klinischen Ergebnisse sind interessant – die Evidenz entwickelt sich jedoch noch.

Sind Polynukleotide immer Injektionen?

Nein.

Das ist einer der häufigsten Denkfehler.

Der Begriff Polynukleotide beschreibt zunächst den Inhaltsstoff beziehungsweise die Molekülklasse und nicht die Art der Anwendung.

Bekannt geworden sind PN insbesondere durch injizierbare Produkte der ästhetischen Medizin. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Wirkstoffkomplex mit Polynukleotiden automatisch ein injizierbarer Skinbooster ist.

Entscheidend sind immer Produktklassifikation, Formulierung und vorgesehene Anwendung.

Ein kosmetischer Wirkstoffkomplex darf deshalb nicht einfach so verwendet werden wie ein Medizinprodukt oder ein Präparat, das ausdrücklich für eine Injektion vorgesehen ist.

PDRN, Polynukleotide und Exosomen – dasselbe Konzept?

Nein – und genau hier wird es besonders interessant.

PDRN und Polynukleotide sind DNA-basierte Bestandteile.

Exosomen dagegen sind extrazelluläre Vesikel, die von Zellen freigesetzt werden und unterschiedliche Moleküle transportieren können. Sie werden unter anderem im Zusammenhang mit Zellkommunikation untersucht.

Es handelt sich also um unterschiedliche biologische Systeme.

Dass beide heute häufig unter dem Oberbegriff regenerative Ästhetik auftauchen, macht sie nicht zum gleichen Wirkstoff.

Warum Purasomes verschiedene regenerative Komponenten kombiniert

Genau an diesem Punkt wird die Formulierung von Purasomes Colostrum Exosomen interessant.

Die Purasomes-Komplexe bestehen nicht einfach aus einem einzelnen Trendwirkstoff.

Der Nutri Complex NC150+ kombiniert unter anderem kolostrum-basierte Exosomen mit PDRN, Polynukleotiden, Hyaluronsäure, Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und Vitaminen.

Das Konzept dahinter ist also nicht:

PDRN oder Exosomen?

Sondern verschiedene Komponenten werden innerhalb einer abgestimmten Formulierung kombiniert.

Wichtig ist dabei auch die Abgrenzung zur klassischen PN-Injektion: Purasomes wird als professioneller kosmetischer Wirkstoffkomplex eingesetzt und sollte deshalb nicht mit injizierbaren Polynukleotid-Produkten gleichgesetzt werden.

Fazit: Nicht alles, was regenerativ wirkt, ist dasselbe

PDRN, Polynukleotide und Exosomen werden aktuell häufig in einem Atemzug genannt.

Biologisch sind es jedoch unterschiedliche Dinge.

Polynukleotide bestehen aus längeren Nukleotidketten.

PDRN bezeichnet kleinere DNA-Fragmente.

Exosomen sind dagegen extrazelluläre Vesikel und Teil eines vollkommen anderen biologischen Kommunikationssystems.

Was diese Bereiche verbindet, ist das zunehmende wissenschaftliche Interesse an Regeneration statt reiner Volumisierung.

Und genau deshalb lohnt es sich, bei modernen ästhetischen Wirkstoffen genauer hinzusehen – statt jeden neuen Begriff einfach unter „Skinbooster“ zusammenzufassen.


Zurück zum Blog

Unsere Produkte